Vor einer Woche stand die Rückgabewelle als Umfragezahl da: Rückgabetätigkeit branchenweit rund 41 Prozent höher, hochgerechnet aus dem ersten Halbjahr. Diese Woche liegt sie als Zeitreihe vor, Fonds für Fonds, Quartal für Quartal. Apollos größter Kreditfonds meldete 14,7 Prozent Rückgabeanträge im dritten Quartal — nach 16,8 im zweiten und 11,2 im ersten. Ares' Kreditfonds meldete 13,1 Prozent — nach 14,4 und 11,6. Beide liegen seit drei Quartalen in Folge über ihrem eigenen Fünf-Prozent-Deckel. Über alle erfassten Kredit-BDCs zusammen wurden im dritten Quartal 9,6 Milliarden Dollar Rückgabe verlangt und nur 4,5 Milliarden ausgezahlt, macht 17,1 Milliarden seit Jahresbeginn.
Damit wird aus einer einmaligen Beobachtung ein Muster, und ein Muster ist etwas anderes als ein Ausreißer: Der Rückgabedeckel ist keine Reaktion auf einen schlechten Monat mehr. Er ist eine Dauereinrichtung geworden, während im selben Zeitraum das Geld dorthin wandert, wo überhaupt kein Rückgaberecht existiert. Nach Zahlen von Stanger hat sich die Fundraising-Reihenfolge erstmals umgedreht: Sachwerte holen mehr Kapital ein als Kredit, und BDCs — genau die Vehikel mit den Deckeln — verlieren 60 Prozent ihres Vorjahresvolumens.
Bei den Tokens dreht sich derweil eine Zahl, die vorige Woche noch in die andere Richtung zeigte: Der ausgewiesene Gesamtwert tokenisierter Vermögenswerte ist von plus sechs auf minus sechs Prozent im 30-Tage-Vergleich gekippt, während die Aktien-Token-Instrumente in einer Woche von 4.584 auf 7.691 gesprungen sind. Und bei den Family Offices zeigt die diese Woche veröffentlichte Citi-Studie eine unbequeme Zahl für jeden, der das Endowment-Modell predigt: Rund die Hälfte der befragten Häuser hat die Aktienquote in diesem Jahr erhöht — nicht die Alternatives-Quote.
Executive Summary
- Drei Quartale in Folge über dem Deckel — bei zwei der größten Namen (22.–24. September): Apollo Debt Solutions BDC meldete für das dritte Quartal 14,7 Prozent Rückgabeanträge gegenüber einem Fünf-Prozent-Deckel, nach 16,8 Prozent in Q2 und 11,2 Prozent in Q1 — der Nettoabfluss trotz sinkender Antragsquote bei geschätzt 500 Millionen Dollar, weil gleichzeitig die Neuzeichnungen von 724 auf 300 auf 200 Millionen Dollar pro Quartal einbrachen. Ares' Kreditfonds ASIF meldete 13,1 Prozent nach 14,4 und 11,6 Prozent, Erfüllungsquote 38,2 Prozent. Über alle 13 von Stanger erfassten Kredit-BDCs wurden im dritten Quartal 9,6 Milliarden Dollar verlangt und rund 4,5 Milliarden bedient — 17,1 Milliarden seit Jahresbeginn.
- Sachwerte überholen Kredit im Fundraising — zum ersten Mal (23. September): Laut Stanger erreichte das gesamte Alternatives-Fundraising bis Ende August 119 Milliarden Dollar, 13 Prozent unter dem Vorjahr. Infrastruktur und Immobilien zusammen legten um 37 Prozent auf 38,9 Milliarden zu, Kredit brach um 47 Prozent auf 38,7 Milliarden ein. BDCs — öffentlich und privat platziert zusammen — kamen nur noch auf 17 Milliarden, ein Rückgang von 60 Prozent.
- Ein REIT verlängert die Bindungsfrist, statt den Deckel zu senken (22. September): Sterling Real Estate Trust verdoppelte die Mindesthaltedauer für die Anteile seiner operativen Partnerschaft von einem auf zwei Jahre — ohne Begründung. Die Stammaktien behalten die einjährige Frist, der Rückgabedeckel von 100 Millionen Dollar pro Quartal bleibt unverändert.
- Der Gesamtwert der Tokens kippt, während der Katalog explodiert (Abruf 28. September): Der Represented Asset Value fiel im 30-Tage-Vergleich um 6,3 Prozent, nachdem er vorige Woche noch um 6,1 Prozent gestiegen war. Gleichzeitig sprang die Zahl der Aktien-Token-Instrumente von 4.584 auf 7.691 — bei einem Wertzuwachs von nur rund 5 Prozent. Tokenisierte US-Staatsanleihen fielen weiter, von 14,8 auf 14,69 Milliarden Dollar.
- Die zweite US-Behörde in zwei Wochen erklärt Tokenisierung für zulässig (24. September): Die CFTC stellte klar, dass ihre beaufsichtigten Firmen Kundengelder in tokenisierte Vermögenswerte mit gleichwertigen Rechten investieren dürfen und Blockchain-Aufzeichnungen als Erfüllung ihrer Dokumentationspflichten anerkannt werden. Parallel nannte die SEC erstmals ein Zeitfenster: Der erste Handelsplatz unter der Ausnahme vom 17. September wird laut einem Berater der Behörde „so früh wie im vierten Quartal" erwartet.
- MoonPay kauft sich einen regulierten Broker (23. September): Der Zahlungsdienstleister MoonPay vereinbarte die Übernahme des SEC-registrierten Brokers North Capital für 60 Millionen Dollar in Aktien — ein weiterer Schritt, tokenisierte Wertpapiere über eine bereits lizenzierte Infrastruktur statt über eine neue zu erschließen.
- Family Offices erhöhen die Aktienquote, nicht die Alternatives-Quote (24. September): Citi Wealth befragte 351 Family Offices in 41 Ländern. Rund die Hälfte erhöhte in diesem Jahr die Aktienquote, globale Industrieländer-Aktien sind das meistgenannte Ziel für neues Kapital. Inflation führt die Sorgenliste an, vor Zinsentwicklung und Finanzstabilität. Dennoch planen 26 Prozent, ihre Private-Equity-Quote — direkt oder über Fonds — im kommenden Jahr auszubauen.
- ELTIF-Symposium in Hamburg: Der Engpass ist der Vertrieb, nicht das Produkt (14. September, diese Woche nachgetragen): 315 ELTIFs Ende Juli gegen 268 Ende 2025, 90 neue Anbieter seit Anfang 2024 — bei Verwaltungsgebühren zwischen 1,7 und 2,5 Prozent im Schnitt. Der Kernsatz der Veranstaltung von Clemens Feil (Neuberger Berman): „Der Zugang ist das Nadelöhr."
1. Endowment & Alternatives
Neunte Woche ohne Vollzugsschritt bei Yale und Harvard — der Geschäftsjahresbericht zum 30. Juni kommt im Oktober, die rund 65 Prozent Alternatives bleiben Denkrahmen. Zu Apollos Zusage, das Kreditbuch bis zum 30. September täglich zu bepreisen, gibt es diese Woche noch nichts zu melden — der Termin fällt zwei Tage nach diesem Bericht. Nächste Woche ist der erste Zeitpunkt, an dem sich das prüfen lässt.
Von der Ausnahme zur Serie: drei Quartale über dem Deckel
Zwischen dem 22. und 24. September meldeten drei voneinander unabhängige Quellen dieselbe Bewegung aus drei verschiedenen Blickwinkeln. Apollo Debt Solutions BDC, mit 25,9 Milliarden Dollar Portfolio über 386 Unternehmen einer der größten nicht börsennotierten Kreditfonds überhaupt, schloss sein Rückkaufangebot mit 14,7 Prozent Anträgen gegenüber dem selbstgesetzten Fünf-Prozent-Deckel. Das ist weniger als die 16,8 Prozent im zweiten Quartal, aber mehr als die 11,2 Prozent im ersten — die Reihe läuft seit drei Quartalen über dem Deckel, nicht darunter. Apollo selbst schreibt dazu, der weit überwiegende Teil der Anträge seien erneut eingereichte, in Vorquartalen nicht bediente Anträge derselben Anleger.
Ares' Pendant, der Ares Strategic Income Fund, zeigt dieselbe Reihe mit denselben Vorzeichen: 13,1 Prozent Anträge im dritten Quartal nach 14,4 im zweiten und 11,6 im ersten, Erfüllungsquote 38,2 Prozent. Beide Fonds bezahlen die Bedienung nicht aus schlechter Rendite — Ares meldet für August „durable income generation and modest unrealized gains", Apollo weist 8,63 Prozent gewichtete Portfoliorendite und ein Nettoleverage von nur 0,83 aus.
| Q1–Q3 2026 | Apollo Debt Solutions BDC | Ares Strategic Income Fund |
|---|---|---|
| Rückgabeanträge Q1 | 11,2 % | 11,6 % |
| Rückgabeanträge Q2 | 16,8 % | 14,4 % |
| Rückgabeanträge Q3 | 14,7 % | 13,1 % |
| Erfüllungsquote Q3 | ≈ 5 % (Deckel) | 38,2 % |
| Neuzeichnungen Q1 → Q3 | 724 → 300 → 200 Mio. USD | n. v. |
| Aggregierter NAV (Aug./Q3) | 14,2 Mrd. USD | 10,4 Mrd. USD |
| Portfoliovolumen | 25,9 Mrd. USD / 386 Unternehmen | 21,8 Mrd. USD / 810 Unternehmen |
| Gewichtete Portfoliorendite | 8,63 % | n. v. |
| Nettoleverage | 0,83× | 1,15× (1,12× ex Kasse) |
Quelle: AltsWire vom 22.–24. September 2026 nach Fondsmitteilungen; „n. v.“ heißt in dieser Quelle nicht ausgewiesen. Apollos Erfüllungsquote ergibt sich rechnerisch aus dem Fünf-Prozent-Deckel gegen 14,7 Prozent Anträgen. Über die gesamte NAV-BDC-Gattung (13 von Stanger erfasste Fonds, rund 77 Prozent des adressierten Marktes) standen im dritten Quartal 9,6 Mrd. USD Anträgen (10,1 % des NAV, nach 11,2 % in Q2) rund 4,5 Mrd. USD Bedienung gegenüber, Erfüllungsquote rund 47 % (nach 43 % in Q2), unbediente Anträge 5,1 Mrd. USD (nach 6,2 Mrd.). Stanger-Geschäftsführer Kevin Gannon: „Redemption demand is easing across most reporting funds, but at several of the largest, requests remain backlogged and persisting."
Meine Einordnung: Vorige Woche hatte ich aus der Goldberg-Umfrage eine hochgerechnete Zahl: Rückgabetätigkeit branchenweit plus 41 Prozent. Diese Woche liegt dieselbe Bewegung nicht mehr hochgerechnet, sondern als Zeitreihe von zwei der größten Sponsoren im Markt vor, Quartal für Quartal, mit denselben Fonds, denselben Deckeln, drei Datenpunkten in Folge. Der Unterschied ist keine Nuance. Eine Umfrage beschreibt eine Stimmung. Drei Quartale desselben Fonds über demselben Deckel beschreiben eine Struktur.
Der zweite Gedanke, den ich in keiner der Quellen finde: Apollos eigene Erklärung — der Großteil der Anträge sei erneut eingereichte, unbediente Nachfrage aus Vorquartalen — ist keine Entwarnung, sondern eine Verschärfung. Wenn dieselben Anleger Quartal für Quartal erneut anstehen, wächst die Warteschlange nicht linear mit neuen Anträgen, sondern kumuliert sich mit jeder Runde, in der der Deckel greift. Eine Warteschlange, die sich selbst verlängert, sieht in der Einzelquartalszahl beruhigender aus, als sie ist — 14,7 Prozent nach 16,8 Prozent liest sich wie Entspannung, ist aber zu einem Teil derselbe Antrag zum dritten Mal.
Und die Zahl, die neben der Rückgabequote stehen muss, bestätigt genau das, was ich vor zwei Wochen als fehlende dritte Spalte notiert hatte: Bei Apollo fielen die Neuzeichnungen von 724 auf 300 auf 200 Millionen Dollar pro Quartal — ein Rückgang um 72 Prozent seit Jahresbeginn, während die Rückgaben nur leicht nachgaben. Der Fonds hält sein Jahresziel formal mit 1,3 Milliarden Dollar Bruttozufluss, aber die Richtung der Kurve zeigt nach unten, und die Rückgabequote wird nicht dadurch kleiner, dass weniger Geld hereinkommt — sie wird es dadurch schwerer, sie in Zukunft zu bedienen.
Sachwerte überholen Kredit — zum ersten Mal seit Beginn der Zählung
Am 23. September veröffentlichte Stanger die Fundraising-Zahlen für die Alternatives-Branche bis Ende August. Gesamtvolumen 119 Milliarden Dollar, 13 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum von 137,3 Milliarden, aber 14 Prozent über dem Julistand. Die Verschiebung liegt in der Zusammensetzung: Infrastruktur und Immobilien zusammen kamen auf 38,9 Milliarden, ein Plus von 37 Prozent — Infrastruktur allein plus 65 Prozent, Immobilien plus 16 Prozent. Kreditstrategien fielen im selben Zeitraum um 47 Prozent auf 38,7 Milliarden. Zum ersten Mal in der von Stanger geführten Zählung liegen Sachwerte vor Kredit.
Innerhalb von Kredit trägt die Rückgabewelle aus dem vorigen Abschnitt einen sichtbaren Anteil der Erklärung: BDCs — öffentlich registrierte und privat platzierte zusammen — kamen nur noch auf 17 Milliarden Dollar, ein Rückgang von 60 Prozent gegenüber 43 Milliarden im Vorjahr. Öffentlich registrierte BDCs allein brachen um 74 Prozent ein. Gleichzeitig verschiebt sich der Vertriebsweg: Private Platzierungen machen inzwischen 51 Prozent des gesamten Fundraisings aus, im Vorjahr waren es 40 Prozent. Die fünf größten Anbieter nach Marktanteil: Blackstone 14 Prozent, Ares 9, KKR 7, StepStone Private Wealth 6, Cliffwater 5.
Was ich daran festhalten würde: Stanger-Chef Kevin Gannon nennt es selbst „a meaningful marker in a rotation we have been tracking all year" — und die Zahlen aus diesem und dem vorigen Abschnitt gehören zusammen gelesen. BDCs, die Fondsgattung mit den härtesten Rückgabedeckeln und den drei Quartalen in Folge über der eigenen Grenze, verlieren binnen eines Jahres 60 Prozent ihres Einwerbevolumens. Infrastruktur und Immobilien, die keinen vergleichbaren Rückgabemechanismus tragen, wachsen im selben Zeitraum um 37 Prozent. Das ist kein Zufall zweier unabhängiger Trends — es ist derselbe Trend von zwei Seiten gesehen: Kapital verlässt sichtbar die Vehikel, deren Liquiditätsversprechen gerade öffentlich unter Druck steht, und wandert in Strukturen, die von vornherein kein solches Versprechen machen.
Für ein Portfolio, das dem Endowment-Modell folgt, ist das eine Bestätigung mit Vorbehalt. Bestätigt wird die Grundannahme: Illiquiditätsprämie zahlt sich aus, wenn man den Zeithorizont wirklich hat. Der Vorbehalt: Ein Teil dieser Rotation ist nicht strategische Überzeugung, sondern Fluchtbewegung aus brennenden Häusern — und Geld, das aus Angst in Sachwerte wandert, ist nicht dasselbe Geld wie Geld, das aus Überzeugung dort investiert wird. Beide zahlen denselben Preis, aber nur einer hat die Struktur davor geprüft.
Ein zweiter Mechanismus taucht auf: die Bindungsfrist statt des Deckels
Am 22. September verdoppelte Sterling Real Estate Trust — eine Umbrella-Partnership-REIT-Struktur aus Fargo, North Dakota — die Mindesthaltedauer für die Anteile seiner operativen Partnerschaft von einem auf zwei Jahre. Eine Begründung nannte das Unternehmen nicht. Die Stammaktien behalten die einjährige Frist, Ausnahmen bleiben Todesfälle und 401(k)-Konten, der Rückgabedeckel von 100 Millionen Dollar pro Quartal bleibt unverändert bei einem Rücknahmepreis von 24,22 Dollar je Anteil.
Meine Einordnung: Ein Rückgabedeckel begrenzt, wie viel pro Quartal rausdarf. Eine Bindungsfrist begrenzt, wer überhaupt fragen darf. Das sind zwei verschiedene Werkzeuge gegen dasselbe Problem, und Sterling hat sich für das zweite entschieden, ohne das erste anzufassen. Der Gedanke, der in keiner Quelle steht: Ein Deckel ist sichtbar und wird jedes Quartal neu gemessen — jeder kann die Erfüllungsquote nachrechnen, so wie in diesem Report seit Wochen. Eine Bindungsfrist ist eine einmalige Änderung der Spielregeln, die erst in ein oder zwei Jahren sichtbar wird, wenn die ersten Anleger merken, dass sie länger festsitzen, als sie beim Einstieg dachten. Das macht sie nicht unredlicher — aber sie ist die leisere der beiden Stellschrauben, und wer ein Beteiligungsprogramm einer operativen Partnerschaft zeichnet, sollte diese Klausel jedes Mal neu lesen, nicht nur beim Einstieg.
Am Rand notiert
Vier weitere Meldungen derselben Woche, ohne eigene Einordnung, weil mir dafür nur die Schlagzeile vorliegt: Cox Capital legte am 24. September ein Tender-Angebot mit Preisabschlag für Anteile genau der beiden Fonds auf, die in einem früheren Report dieser Reihe im Mittelpunkt standen — BlackRocks BDEBT und HPS' HLEND —, ein Zeichen, dass sich um illiquide BDC-Anteile ein Sekundärmarkt mit Abschlag bildet. StratCap beendete am 25. September die Suche nach einem Käufer für seinen Digital REIT ohne Abschluss. Die Qatar Investment Authority und J.P. Morgan Asset Management kündigten am 21. September eine strategische Partnerschaft über 20 Milliarden Dollar an, davon 5 Milliarden für ein Private-Markets-Programm. Und laut AltsWire wuchsen die Vermögenswerte der Beratungsplattform CAIS um 55 Prozent — ein Hinweis auf weiter steigenden Zugang von Privatanlegern zu genau den Produkten, die in Abschnitt 1 unter Druck stehen.
2. Tokenisierung & RWA
Zur Datenlage: Die Zahlen unten stammen wie in den Vorwochen aus rwa.xyz, abgerufen am 28. September. Gleiche Quelle, gleiche Metrik, damit vergleichbar mit dem Abruf vom 21. September.
| rwa.xyz, Abruf 28.09.2026 | Wert | 30 Tage | Vorwoche (21.09.) |
|---|---|---|---|
| Distributed Asset Value (ohne Stablecoins) | 38,58 Mrd. USD | −0,87 % | 38,48 Mrd. |
| Represented Asset Value | 357,98 Mrd. USD | −6,30 % | 367,99 Mrd. |
| US-Treasuries (108 Instrumente) | 14,69 Mrd. USD | −7,94 % | 14,8 Mrd. (98) |
| Aktien (7.691 Instrumente) | 3,14 Mrd. USD | +15,51 % | 3,0 Mrd. (4.584) |
| Halter insgesamt | 4.841.040 | +56,95 % | 4.517.862 |
| Stablecoin-Volumen | 306,47 Mrd. USD | +1,08 % | 304,58 Mrd. |
Quelle: app.rwa.xyz, Live-Abrufe 21. und 28. September 2026. Hinweis zur Datenqualität: Die Instrumentenzahlen für Aktien und Treasuries stammen aus den jeweiligen Kategorieseiten der Plattform, nicht aus der Startseiten-Übersicht, die für dieselben Kategorien niedrigere Zahlen zeigt — offenbar unterschiedliche Ausschnitte derselben Datenbank. Ich gebe die Kategorieseiten-Werte wieder, weil sie sich methodisch am ehesten mit den Vorwochenwerten decken, kennzeichne die Abweichung aber ausdrücklich, statt sie zu glätten. Top-Treasury-Fonds nach Wert: Circle USYC 2,40 Mrd., Ondo USDY 2,28 Mrd., BlackRocks BUIDL (über Securitize) 2,24 Mrd., Franklin Templetons iBENJI 1,72 Mrd., WisdomTrees WTGXX 1,23 Mrd. Top-Aktien-Token: Securitize Corp. (SECZ) 413,0 Mio., Strategy PP Variable xStock (STRCx) 135,8 Mio., Circle Internet Group auf bStocks (CRCLB) 116,6 Mio.
Meine Einordnung: Vorige Woche hatte der Represented Asset Value noch ein Plus von 6,08 Prozent im 30-Tage-Vergleich stehen — diese Woche zeigt dieselbe Kennzahl minus 6,30 Prozent. Eine Kennzahl, die von deutlich positiv zu deutlich negativ kippt, ohne dass sich der Distributed Asset Value nennenswert bewegt, ist ein Hinweis darauf, dass hier viel mit Bewertungsmethodik und Neuklassifizierung zu tun hat, nicht allein mit Kapitalbewegung — „represented value" bildet häufig den vollen Wert des zugrunde liegenden Vermögens ab, nicht nur den tokenisierten Anteil, und reagiert entsprechend empfindlich auf einzelne große Neuzugänge oder -abgänge in der Erfassung. Ich kann diesen Ausschlag mit den mir vorliegenden Quellen nicht auf ein einzelnes Ereignis zurückführen und schreibe ihn deshalb als das, was er ist: eine auffällige Bewegung ohne geprüfte Ursache.
Was sich dagegen sauber nachrechnen lässt, ist der Abstand zwischen Kapital und Katalog, den ich seit drei Wochen verfolge — und der diese Woche seinen bisher schärfsten Ausschlag zeigt. Die Aktien-Token-Instrumente sind von 4.584 auf 7.691 gesprungen, ein Zuwachs von 68 Prozent in sieben Tagen, während der Wert der Kategorie nur um rund 5 Prozent zulegte. Durchschnittlich stehen hinter jedem neuen Instrument dieser Woche unter 500.000 Dollar. Der zweite Gedanke, der in keiner Quelle steht: Diese Registrierungsgeschwindigkeit ist inzwischen so hoch, dass sie selbst zur Handelsvorbereitung gehören könnte — Emittenten, die im vierten Quartal unter der neuen SEC-Ausnahme als Erste an den Start gehen wollen, registrieren jetzt ihre Kataloge, lange bevor echtes Handelsvolumen folgt. Das wäre keine spekulative Blase, sondern reine Infrastrukturvorbereitung — aber von außen sieht beides für einige Monate identisch aus.
Die zweite Behörde: CFTC erklärt Tokenisierung für gleichwertig
Am 24. September veröffentlichte die CFTC eine aktualisierte Leitlinie: Ihre beaufsichtigten Firmen dürfen Kundengelder in tokenisierte Fassungen zulässiger Vermögenswerte investieren, sofern der Token „legal and economic rights that are the same or functionally equivalent" zur traditionellen Form trägt. Zusätzlich erkennt die Behörde Blockchain-Aufzeichnungen als Erfüllung der Dokumentationspflichten an — bei privaten Netzwerken ohne Offchain-Sicherung, bei öffentlichen, erlaubnisfreien Ketten nur mit Systemen, die die Wiederauffindbarkeit „under any circumstances, including … emergency or other disruption" sicherstellen. CFTC-Chairman Mike Selig: „I'm pleased to see staff update these frequently asked questions consistent with the agency's ongoing efforts to provide regulatory clarity for the crypto industry." Die Leitlinie gilt mit sofortiger Wirkung.
Am selben Tag präzisierte ein Berater der SEC erstmals ein Zeitfenster für die Ausnahme vom 17. September: Taylor Lindeman vom Crypto Task Force der Behörde erwartet den ersten Handelsplatz unter der neuen Regel „as early as the fourth quarter", mit Offenlegung der Betriebspläne interessierter Häuser binnen Monaten. Und am 23. September vereinbarte der Zahlungsdienstleister MoonPay die Übernahme des SEC-registrierten Brokers North Capital für 60 Millionen Dollar in eigenen Aktien — North Capital hat nach eigenen Angaben mehr als 8,7 Milliarden Dollar an Wertpapiertransaktionen abgewickelt.
Was ich daran festhalten würde: Zwei US-Aufsichtsbehörden innerhalb einer Woche, dieselbe Grundaussage aus zwei verschiedenen Zuständigkeiten: Ein Token ist zulässig, wenn er dieselben Rechte trägt wie das Original, und eine Blockchain-Aufzeichnung ersetzt Papier, wenn sie nachweisbar bleibt. Das ist inzwischen weniger eine Krypto-Nachricht als eine Aufsichts-Nachricht — beide Behörden bauen an derselben Untergrenze, nur für unterschiedliche Marktteilnehmer. Und MoonPay kauft sich, wie zuvor schon andere Häuser, lieber eine bestehende Lizenz als eine neue zu beantragen — ein wiederkehrendes Muster, das zeigt, wie eng der regulatorische Flaschenhals inzwischen ist.
3. Family Office Trends
Am 24. September veröffentlichte Citi Wealth den Global Family Office Report 2026, gestützt auf eine Befragung von 351 Family Offices in 41 Ländern — die Citi-Wealth-Gruppe betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.900 solcher Häuser weltweit. Rund 89 Prozent berichteten für das laufende Jahr eine positive Portfolioentwicklung, nach 84 Prozent im Vorjahr. 41 Prozent halten an einem Renditeziel von 7 bis 10 Prozent pro Jahr fest.
Die eigentliche Bewegung des Jahres liegt jedoch nicht bei den Alternatives: Rund die Hälfte der Befragten erhöhte 2026 die Aktienquote, globale Industrieländer-Aktien führen die Liste der bevorzugten Ziele für neues Kapital an. Mehr als 40 Prozent nahmen trotz geopolitischer Entwicklungen keine größeren Portfolioänderungen vor. Auf der Sorgenliste steht Inflation vorn, vor Zinsentwicklung, Stabilität des Finanzsystems und Marktvolatilität. Regional zeigt sich ein Gefälle: In Europa, dem Nahen Osten und Afrika erhöhten 43 Prozent ihre Private-Equity-Quote, in Nordamerika waren es 30 Prozent — bei gleichzeitig mehr als der Hälfte aller Befragten ohne jede aktuelle oder geplante Position im Nahen Osten selbst.
Meine Einordnung: Wer das Endowment-Modell vertritt, tut gut daran, diese Zahl nicht zu unterschlagen: Die anspruchsvollsten privaten Kapitalsammelstellen der Welt haben sich 2026 mehrheitlich nicht in Richtung Alternatives bewegt, sondern in Richtung börsennotierter Aktien — in einem Jahr, in dem genau diese Anlageklasse bereits hoch bewertet war. Das ist keine Widerlegung der Endowment-Logik, aber es ist der Gegenbeweis dazu, dass sie gerade Konsens wäre. Konsens ist im Moment das Gegenteil: zurück zu dem, was zuletzt gut lief.
Der zweite Gedanke, der in keiner Quelle steht: 26 Prozent planen trotzdem, ihre Private-Equity-Quote im kommenden Jahr auszubauen — eine Minderheit, aber eine, die sich von der Mehrheitsbewegung dieses Jahres nicht beirren lässt. Genau diese Minderheit ist die Zielgruppe, für die ein Report wie dieser geschrieben wird: nicht die, die dem Konsens folgen, sondern die, die ihn kennen und trotzdem anders entscheiden. Ob das die klügere Entscheidung ist, zeigt sich erst am Ende des Zeithorizonts, nicht in der Jahresumfrage.
4. Neue Produkte & Regulatorik
ELTIF-Symposium Hamburg: Der Engpass sitzt beim Vertrieb
Der folgende Befund stammt aus einer Veranstaltung vom 14. September, die in der vorigen Ausgabe dieses Reports noch nicht vorlag — ich trage ihn hier nach, weil er die Zahlen der Vorwoche vertieft, nicht weil er neu wäre. Auf einem Symposium in Hamburg zeichneten Branchenvertreter ein Bild, das die reine Wachstumszahl relativiert: 268 ELTIFs Ende 2025, 315 Ende Juli 2026, seit Anfang 2024 rund 90 neue Anbieter im Markt. Die Verwaltungsgebühren liegen je nach Anteilsklasse zwischen 1,0 und 4,7 Prozent, im Schnitt zwischen 1,7 und 2,5 Prozent über alle Anlageklassen — Private-Equity-ELTIFs sind dabei am teuersten.
Der Kernsatz der Veranstaltung stammt von Clemens Feil, Neuberger Berman: „Der Zugang ist das Nadelöhr." Als Gründe genannt wurden unausgereifte Zugangsstrukturen und technische Anbindung, eine im Vergleich zu Frankreich und Italien schwächere Anlagekultur deutscher Privatanleger, hohe Kosten bei fehlender Erfolgshistorie, sowie Vorbehalte der Berater wegen ihrer eigenen Haftung beim Vertrieb neuer Produkte. Als möglicher Hebel wurde die für 2027 geplante deutsche Rentenreform genannt, die ELTIFs in die vorgesehenen Altersvorsorgedepots einbeziehen soll.
Meine Einordnung: Die Zahl, die aus dieser Veranstaltung hängen bleibt, ist nicht die Zahl der Fonds, sondern das Verhältnis von 90 neuen Anbietern zu einem Vertriebskanal, der sich laut den Rednern selbst kaum verändert hat. 90 Häuser konkurrieren um denselben schmalen Zugang zu denselben Beratern — das ist ein Angebotsüberhang, kein Nachfrageüberhang, und ein Angebotsüberhang drückt typischerweise nicht auf die Gebühr, sondern auf das Vertriebsbudget und am Ende auf die Auswahlqualität. Der zweite Gedanke, der in keiner Quelle steht: Ein ELTIF von einem der 90 neuen Anbieter aus den letzten zwei Jahren trägt ein anderes Risiko als eines von einem etablierten Haus — nicht weil das Produkt schlechter wäre, sondern weil der Anbieter selbst noch beweisen muss, dass er den Engpass überlebt, den die Branche gerade selbst diagnostiziert. Wer einen ELTIF geboten bekommt, fragt deshalb zuerst nach dem Alter des Anbieters am Markt, nicht nur nach der TER.
Europa sonst: eine technische Erleichterung, kein neuer Rechtsakt
Am 9. September veröffentlichte die ESMA eine Leitlinie zur vereinfachten Beurteilung von Nachträgen zu Basisprospekten — sie soll klären, wann ein Nachtrag lediglich Details ergänzt und wann er die Wertpapierkategorie selbst verändert, etwa bei Rating-Wechseln, Übernahmen oder unerwarteten Geschäftsentwicklungen. Die BaFin übernahm die Leitlinie am 15. September; sie gilt zwei Monate nach der ESMA-Veröffentlichung, also ab Anfang November. Das ist eine administrative Erleichterung im Rahmen des Listing Acts, keine inhaltliche Neuregelung für Private Markets oder Tokenisierung, und ich nenne sie nur der Vollständigkeit halber. Darüber hinaus fand ich in der Berichtswoche von ESMA und BaFin keinen neuen Rechtsakt und keine neue Leitlinie mit Bezug zu den Themen dieses Reports.
Investment-Implikationen für das LONGVESTI-Portfolio
Die Rückgabequote ist jetzt eine Zeitreihe, keine Momentaufnahme mehr. Bei jedem geprüften semiliquiden Vehikel gehören ab sofort mindestens drei Quartale nebeneinander in die Tabelle, nicht nur das jüngste — Apollo und Ares zeigen diese Woche, dass die Richtung der Reihe mehr sagt als der Einzelwert, und dass eine sinkende Quote (16,8 auf 14,7 Prozent) trotzdem eine strukturelle Warteschlange verdecken kann, wenn ein Teil der Anträge dieselben Anleger zum wiederholten Mal sind.
Sachwerte vor Kredit ist jetzt eine Zahl, kein Gefühl. Zum ersten Mal seit Beginn der Stanger-Zählung wachsen Infrastruktur und Immobilien schneller als Kredit, während BDCs 60 Prozent ihres Volumens verlieren. Für ein Portfolio, das dem Endowment-Modell folgt, ist die Richtung bestätigend — die Herkunft des Kapitals sollte trotzdem unterschieden werden zwischen struktureller Überzeugung und Fluchtbewegung aus den gerade unter Druck stehenden Kreditvehikeln.
Bindungsfristen gehören jetzt neben Rückgabedeckel auf die Prüfliste. Sterling zeigt, dass eine Struktur ihre Liquidität nicht nur über den Deckel, sondern auch über die Mindesthaltedauer verändern kann — leiser, seltener sichtbar, und ohne dass eine Zahl wie die Erfüllungsquote regelmäßig zur Nachprüfung zwingt. Wer Anteile an einer operativen Partnerschaft hält, sollte die Haltedauerklausel bei jeder Mitteilung neu lesen, nicht nur beim Einstieg.
Tokenisierung bleibt Infrastruktur, nicht Anlageklasse — und der Beweis wird diese Woche schärfer. Der Katalog wächst um 68 Prozent bei Aktien-Token, der Wert um 5, und eine zentrale Kennzahl kippt von plus sechs auf minus sechs Prozent ohne erkennbaren einzelnen Auslöser. Für ein Privatportfolio bleibt die Handlungsanweisung dieselbe wie in den Vorwochen: abwarten, bis Handelsvolumen statt Registrierungszahlen die Kennzahl treiben.
Die Family-Office-Realität 2026 ist nüchterner als die Endowment-Erzählung. Die größten privaten Kapitalsammelstellen der Welt sind in diesem Jahr mehrheitlich in Richtung Aktien gegangen, nicht in Richtung Alternatives — ein Hinweis darauf, dass die Positionierung dieses Portfolios gegen den aktuellen Konsens läuft, nicht mit ihm. Das ist keine Widerlegung der These, aber ein Grund, sie nicht als bereits gewonnen zu behandeln.
Ein leiser Gedanke, kein Verkaufsargument: Ich bleibe noch einmal bei der Warteschlange, die sich diese Woche als Zeitreihe gezeigt hat — nicht wegen der Prozentzahlen, sondern wegen dessen, was Apollo selbst dazu schreibt: Ein großer Teil der aktuellen Anträge sind Anleger, die zum zweiten oder dritten Mal versuchen herauszukommen. Das ist genau der Fall, den ich seit Wochen für den unterschätzten halte — nicht der Fonds, der schlecht läuft, sondern der Fonds, bei dem der Ausstieg zur wiederholten Erfahrung wird, während das eigene Geld weiter im Vehikel steht.
Wer sein Kapital auf zwanzig, dreißig Jahre plant, kann eine einzelne verzögerte Rückgabe verkraften. Schwieriger wird es, wenn genau in dem Jahr, in dem eine Pflegesituation oder eine andere planbare, aber terminlich unsichere Ausgabe eintritt, der eigene Antrag zum wiederholten Mal in derselben Warteschlange landet. Drei Quartale in Folge über dem Deckel bedeuten für den Einzelnen im Zweifel: nicht ein Quartal Verzögerung, sondern mehrere hintereinander, ohne dass sich das vorher aus der Werbung des Produkts ablesen ließe. Der Prüfschritt bleibt derselbe wie in den Vorwochen und wird durch diese Zahlen nur dringlicher: für jede semiliquide Position die letzten drei Erfüllungsquoten und die Neuzeichnungsquote im selben Zeitraum nebeneinanderlegen, und für sich selbst benennen, in welchem Jahr das Geld realistisch gebraucht werden könnte. Das ist Einordnung, keine Beratung — welche Struktur zu welchem Leben passt, entscheidet jeder selbst, am besten mit Steuerberater und Anwalt am Tisch.
Quellen
Endowment & Alternatives: AltsWire, „Apollo Debt Solutions BDC Q3 Redemption Requests Ease to 14.7%, Still Nearly Triple Cap" (22.–24. September 2026) nach Fondsmitteilung: Rückgabeanträge 14,7 % des Bestands zum Tender-Ablauf 14.9.2026 gegenüber 5 % Deckel, Q2 16,8 %, Q1 11,2 % (66,9 Mio. Anteile), Q3-Neuzeichnungen 200 Mio. USD (Q2 300 Mio., Q1 724 Mio.), Jahreszufluss 1,3 Mrd. USD (9 % des NAV), geschätzter Nettoabfluss Q3 rund 500 Mio. USD (3 % des NAV), NAV je Anteil 23,84 USD zum 31.8., aggregierter NAV 14,2 Mrd. USD, Portfolio 25,9 Mrd. USD über 386 Unternehmen, gewichtete Rendite 8,63 %, Nettoleverage 0,83×, Zitat „vast majority of third-quarter requests reflect investors re-tendering unfulfilled requests from prior quarters", Ausschüttung Class I 0,18 USD je Anteil zum Stichtag 30.9., Zahlung um den 29.10. — altswire.com/apollo-debt-solutions-bdc-q3-redemption-requests-ease-to-14-7-still-nearly-triple-cap/ · dazu Bloomberg/Reuters-Berichterstattung vom 22.–23.9.2026 über Investing.com und Yahoo Finance zur selben Meldung. AltsWire, „Ares BDC's Redemption Requests Ease but Exceed 5% Cap Again" (22.–23. September 2026): Ares Strategic Income Fund (ASIF), Tender-Ergebnis Q3 13,1 % (50.400.325 Anteile) gegenüber 5 % Deckel, angenommen 38,2 % (19.264.139 Anteile) zum NAV vom 31.8. von 26,74 USD (31.7.: 26,67 USD; 31.5.: 27,00 USD), Rückgabevolumen rund 515 Mio. USD auf rund 1,35 Mrd. USD Anträge, Q1 11,6 % / 43,1 % erfüllt, Q2 14,4 % (56.891.917 Anteile) / 34,7 % erfüllt, Portfolio 21,8 Mrd. USD über 810 Unternehmen, First-Lien-Anteil 77,2 %, Verschuldung 11,9 Mrd. USD, Debt-to-Equity 1,15× (1,12× ex Kasse), Monatsausschüttung 0,2143 USD je Anteil September bis Dezember, Zitat „August 2026 performance was largely characterized by durable income generation and modest unrealized gains across the portfolio" — altswire.com/ares-bdcs-redemption-requests-ease-but-exceed-5-cap-again/ AltsWire, „NAV BDCs Return Nearly $4.5B in Q3, More Than $17.1B Year to Date" (24. September 2026), Datenbasis Stanger: 13 berichtende NAV-BDCs, rund 77 % Markterfassung, Rückgabeanträge 9,6 Mrd. USD (10,1 % des geschätzten Tender-NAV, nach 11,2 % in Q2), Erfüllungsquote rund 47 % (nach 43 %), unbediente Anträge 5,1 Mrd. USD (nach 6,2 Mrd.), geschätzter NAV der acht nicht berichtenden BDCs rund 28 Mrd. USD, genannt Blue Owl Credit Income Corp. (Q2: 18,8 % des NAV) und Blue Owl Technology Income Corp. (Q2: 38,1 %), Zitat Kevin T. Gannon (Stanger-CEO): „Redemption demand is easing across most reporting funds, but at several of the largest, requests remain backlogged and persisting." — altswire.com/nav-bdcs-return-nearly-4-5b-in-q3-more-than-17-1b-year-to-date/ AltsWire, „Alts Fundraising Hits $119B Through August as Hard Assets Pass Credit" (23. September 2026), Datenbasis Robert A. Stanger & Co.: Gesamtfundraising 119 Mrd. USD bis Ende August, +14,1 % gegenüber Juli, −13 % gegenüber 137,3 Mrd. USD im Vorjahreszeitraum; Sachwerte (HALO) 38,9 Mrd. USD, davon Infrastruktur 20,2 Mrd. (+65 % ggü. Vorjahr) und Immobilien 18,8 Mrd. (+16 %), Gesamt-Sachwerte +37 % gegenüber 28,4 Mrd. im Vorjahr; Kreditstrategien 38,7 Mrd. USD, −47 % gegenüber 72,5 Mrd.; Fundraising ohne Kredit 80,3 Mrd. USD (+24 %); BDCs gesamt 17 Mrd. USD (−60 % gegenüber 43 Mrd.), davon öffentlich registriert 8,1 Mrd. (−74 %) und privat platziert 8,9 Mrd. (−22 %); Privatplatzierungen 61,1 Mrd. USD = 51 % des Gesamtvolumens (Vorjahr 40 %), öffentliche Programme 57,9 Mrd. (−30 %); größte Sponsoren nach Marktanteil Blackstone 14 %, Ares Management 9 %, KKR & Co. 7 %, StepStone Private Wealth 6 %, Cliffwater 5 %; Zitat Kevin T. Gannon: „Hard assets moving ahead of credit is a meaningful marker in a rotation we have been tracking all year." — altswire.com/alts-fundraising-hits-119b-through-august-as-hard-assets-pass-credit/ AltsWire, „Sterling Real Estate Trust Doubles Holding Period for OP Unit Redemptions" (22.–23. September 2026): Sterling Real Estate Trust (Sterling Multifamily Trust, Fargo, North Dakota), Umbrella-Partnership-REIT mit 41,09 % eigenem Anteil an den Einheiten der operativen Partnerschaft zum 30.6.2026, Mindesthaltedauer für OP-Einheiten der Sterling Properties LLLP von einem auf zwei Jahre verdoppelt, wirksam 22.9.2026, keine Begründung genannt, Stammaktien behalten einjährige Frist, Ausnahmen Todesfälle und 401(k)-Konten, Rückgaben weiterhin quartalsweise, diskretionär, pro rata, gedeckelt auf 100 Mio. USD gesamt, Rücknahmepreis 24,22 USD je Anteil (wirksam seit 1.1.) — altswire.com/sterling-real-estate-trust-doubles-holding-period-for-op-unit-redemptions/ Nur auf Schlagzeilenebene geprüft, alle aus der AltsWire-Nachrichtenübersicht vom 22.–25. September 2026: „Cox Capital Launches Discounted Tender Offers for BCRED, HLEND Shares" (24.9.) · „StratCap Digital REIT Ends Sale Exploration Without a Deal, Considering Other Options" (25.9.) · „CAIS Adds Seven to Advisory Council as Platform Assets Climb 55%" (23.9.) — altswire.com/category/news/ · Bloomberg, „JPMorgan, Qatar's QIA Eye $20 Billion Investment Partnership" (21.9.2026), dazu J.P. Morgan Asset Management Pressemitteilung: strategische Partnerschaft mit Zielvolumen 20 Mrd. USD, darunter 5 Mrd. USD Private-Markets-Programm — am.jpmorgan.com/us/en/asset-management/institutional/about-us/media/press-releases/qia-jpmorgan-20billion-strategic-partnership/ Ohne Vollzugsschritt in dieser Woche: Yale Investments Office und Harvard Management Company — Geschäftsjahresbericht zum 30.6.2026 erst im Oktober 2026 zu erwarten. Apollo Global Management — Zusage zur täglichen Preisstellung des Kreditbuchs mit Frist 30.9.2026 fällt zwei Tage nach diesem Bericht, Status zum Stichtag unverändert und nächste Woche erstmals prüfbar.
Tokenisierung & RWA: app.rwa.xyz, Live-Abruf 28. September 2026: Startseiten-Übersicht mit Distributed Asset Value ohne Stablecoins 38,58 Mrd. USD (−0,87 % / 30 Tage) nach 38,48 Mrd. beim Abruf vom 21.9.; Represented Asset Value 357,98 Mrd. USD (−6,30 %) nach 367,99 Mrd.; Halter insgesamt 4.841.040 (+56,95 %) nach 4.517.862; Stablecoin-Volumen 306,47 Mrd. USD (+1,08 %), Stablecoin-Halter 291,81 Mio. (+2,73 %); Netzwerke Ethereum 16,6 Mrd., BNB Chain 5,7 Mrd., Solana 4,3 Mrd., Stellar 3,4 Mrd., Avalanche C-Chain 1,8 Mrd. Kategorieseite app.rwa.xyz/treasuries: 108 tokenisierte US-Treasury-Fonds insgesamt, Distributed Value 14,69 Mrd. USD (−7,94 % / 30 Tage) nach 14,8 Mrd. (98 Instrumente) in der Vorwoche, Top-Fonds Circle USYC 2,40 Mrd., Ondo USDY 2,28 Mrd., BlackRocks BUIDL über Securitize 2,24 Mrd., Franklin Templetons iBENJI 1,72 Mrd., WisdomTrees WTGXX 1,23 Mrd., 7-Tage-APY 3,53 % (+0,23 Prozentpunkte), Treasury-Halter 85.050 (+4,39 % / 7 Tage). Kategorieseite app.rwa.xyz/stocks: 7.691 tokenisierte Aktien-Instrumente insgesamt, Distributed Value 3,14 Mrd. USD (+15,51 % / 30 Tage) nach 3,0 Mrd. (4.584 Instrumente) in der Vorwoche, Top-Werte Securitize Corp. (SECZ) 413,0 Mio., Strategy PP Variable xStock (STRCx) 135,8 Mio., Circle Internet Group auf bStocks (CRCLB) 116,6 Mio., Circle Internet Group auf Ondo (CRCLon) 105,8 Mio., SpaceX auf bStocks (SPCXB) 81,6 Mio. Hinweis: Die Instrumentenzahlen der Startseiten-Übersicht weichen von denen der Kategorieseiten ab (methodisch unterschiedliche Ausschnitte derselben Datenbank); hier wiedergegeben sind die Kategorieseiten-Werte, weil sie sich mit den Vorwochenangaben decken. CoinDesk, „SEC Rolls Out 'Innovation Exemption' for Tokenized Securities Venues" sowie Sullivan & Cromwell, Skadden, Dechert und Sidley Austin, Kanzlei-Memoranden vom 22.–25. September 2026 zur SEC-Verfügung vom 17. September (in der Vorwoche bereits ausführlich behandelt, hier nur als Anschlussmeldung): U.S. Commodity Futures Trading Commission, aktualisierte FAQ-Leitlinie vom 24. September 2026: CFTC-beaufsichtigte Firmen dürfen Kundengelder in tokenisierte Fassungen zulässiger Vermögenswerte investieren, wenn diese „legal and economic rights that are the same or functionally equivalent" zur traditionellen Form tragen, Anerkennung von Blockchain-Aufzeichnungen für Dokumentationspflichten, bei privaten Netzwerken ohne Offchain-Sicherung, bei öffentlichen erlaubnisfreien Ketten mit Nachweis dauerhafter Wiederauffindbarkeit „under any circumstances, including … emergency or other disruption", Zitat CFTC-Chairman Mike Selig, Wirkung sofort ab Donnerstag, 24.9.2026 — coindesk.com/policy/2026/09/24/u-s-commodities-firms-can-invest-in-tokenized-assets-use-blockchain-records-cftc Seoul Economic Daily, „Tokenized Stocks Jump Fivefold in 2026 as U.S. Venues Prepare Launch" (27. September 2026): Aussage von Taylor Lindeman (SEC Crypto Task Force) zum ersten Handelsplatz unter der Ausnahme vom 17.9. „as early as the fourth quarter", Offenlegung der Betriebspläne interessierter Häuser binnen Monaten erwartet; im Artikel zitierte Marktzahlen (tokenisierte Aktien 4,43 Mrd. USD Mitte September, +390,4 % seit Januar 2026, Anteil von 4,9 auf 13,0 % des RWA-Gesamtmarktes, RWA-Gesamtmarkt 34,18 Mrd. USD, +85,2 % seit Jahresbeginn) stammen erkennbar aus einer anderen Datengrundlage als rwa.xyz und sind daher nicht direkt mit den Werten oben vergleichbar; Wachstumsprojektionen von Binance Research für 2030 zwischen 61 Mrd. USD (konservativ) und 987 Mrd. USD (bullisch), Basisszenario 349 Mrd. USD — Beleggrad: keine eigene Prüfung der Binance-Research-Methodik. Crowdfund Insider, „MoonPay Agrees To Acquire North Capital, Expanding Focus On Tokenized Securities" (23. September 2026), dazu CoinDesk und Fortune vom selben Tag: Übernahme des SEC-registrierten Brokers North Capital für 60 Mio. USD in Aktien, North Capital nach eigenen Angaben an mehr als 8,7 Mrd. USD Wertpapiertransaktionen beteiligt — crowdfundinsider.com/2026/09/312874-moonpay-agrees-to-acquire-north-capital-expanding-focus-on-tokenized-securities/ Ohne neues Faktum in dieser Woche und daher nur fortgeschrieben: EZB-Projekt Pontes (Live-Start 21.9.2026), SEC-Ausnahme für Tokenized Securities Venues und Roundtable zum 24-Stunden-Handel (beide 17.9.), Nasdaq/Payward-Investition (10.9.), Produktivstart der DTC-Tokenisierungslösung im Oktober 2026, Sekundärhandel Demat 2.0 ab Dezember 2026, Auseinandersetzung AMC/Robinhood.
Family Office Trends: Citigroup, Pressemitteilung „Citi Wealth's 2026 Global Family Office Report Reveals Clients Are Shifting Their Focus Towards Public Equities While Becoming More Deliberate and Resilient Amid Uncertainty" (24. September 2026), dazu CNBC, „Family offices double down on stocks and private equity even as inflation spurs worry, Citi survey finds" (24.9., Volltext hinter Zugriffsschranke, hier über Pressemitteilung und Sekundärberichterstattung erfasst) und EnterpriseAM, „Family offices pile into public equities as inflation overtakes tariffs as top concern" (28.9.): Befragung von 351 Family Offices in 41 Ländern, Citi-Wealth-Gruppe betreut mehr als 1.900 Family Offices weltweit, Durchschnittsvermögen 2,1 Mrd. USD unter 150 befragten Gipfelteilnehmern, rund 90 % (genauer 89 %) positive Portfolioentwicklung im laufenden Jahr nach 84 % im Vorjahr, 41 % mit Renditeziel 7 bis 10 % p. a., rund 50 % mit erhöhter Aktienquote im Jahresverlauf, mehr als 40 % ohne größere Portfolioänderung trotz geopolitischer Entwicklungen, Sorgenrangfolge Inflation vor Zinsentwicklung, Finanzsystemstabilität und Marktvolatilität, globale Industrieländer-Aktien als meistgenanntes Ziel für neues Kapital, 26 % mit geplanter Erhöhung der Private-Equity-Quote (direkt und über Fonds) im kommenden Jahr, Wachstumsschwerpunkt innerhalb Private Equity bei Growth Equity vor Venture Capital, Secondaries und Buyouts, Europa/Naher Osten/Afrika mit 43 % erhöhter Private-Equity-Exponierung gegenüber 30 % in Nordamerika, mehr als die Hälfte der Befragten ohne aktuelle oder geplante Position im Nahen Osten, nur 3 % mit geplanter Erhöhung dort, 38 % erwarten zunehmende Globalisierung der Familie binnen fünf Jahren, rund 33 % erwarten Führungswechsel binnen fünf Jahren, Zitat Dawn Nordberg (Head of Integrated Client Solutions): „Family Offices globally are balancing conviction with resilience, opportunity with discipline, and growth with stewardship." — citigroup.com/global/news/press-release/2026/citi-wealth-2026-global-family-office-report-clients-shifting-focus-public-equities-deliberate-resilient-amid-uncertainty · Beleggrad: CNBC-Volltext nicht zugänglich (Zugriffsfehler beim Abruf), Zahlen daher aus Pressemitteilung und zwei Sekundärquellen zusammengeführt, nicht aus dem Originalbericht selbst gelesen. Keine neue Family-Office-Großstudie über den Citi-Report hinaus in der Berichtswoche gefunden. Rahmengröße ohne Wochenmeldung: Deloitte Private mit rund 8.030 Single Family Offices weltweit und ca. 3,1 Bio. USD verwaltetem Vermögen.
Neue Produkte & Regulatorik: DAS INVESTMENT, „Eltif-Symposium: Der Zugang ist das Nadelöhr" (14. September 2026, in dieser Woche nachgetragen, weil beim Redaktionsschluss der Vorwoche noch nicht erfasst): Symposium in Hamburg, 268 ELTIFs Ende 2025 gegenüber 315 Ende Juli 2026, rund 90 neue Anbieter seit Beginn des ELTIF-II-Regimes Anfang 2024, Verwaltungsgebühren zwischen 1,0 und 4,7 % (teuerste Anteilsklassen) und 0,5 bis 3,2 % (günstigste), Durchschnitt 1,7 bis 2,5 % über alle Anlageklassen, Private-Equity-ELTIFs am teuersten, Zitat Clemens Feil (Neuberger Berman): „Der Zugang ist das Nadelöhr", genannte Hemmnisse unausgereifte Zugangsstrukturen und technische Umsetzung, im Vergleich zu Frankreich und Italien schwächere Anlagekultur deutscher Privatanleger, hohe Kosten und fehlende Erfolgshistorie, Haftungsbedenken der Berater, mögliche Wachstumsbrücke deutsche Rentenreform mit geplanter Einbeziehung von ELTIFs in Altersvorsorgedepots ab 2027 — dasinvestment.com/eltif-symposium-der-zugang-ist-das-nadeloehr/ Börsen-Zeitung, „Bafin erleichtert Produktnachträge für Basisprospekte für ESMA-Leitlinie" (15. September 2026, 13:01 Uhr): ESMA-Leitlinie vom 9. September 2026 im Rahmen des Listing Acts zur vereinfachten Beurteilung, ob ein Nachtrag zu einem Basisprospekt die Kategorie der Wertpapiere verändert, Anwendungsfälle insbesondere Rating-Wechsel, Übernahmen, unerwartete Geschäftsentwicklungen, BaFin-Übernahme am 15.9.2026, Geltung zwei Monate nach ESMA-Veröffentlichung — boersen-zeitung.de/banken-finanzen/bafin-erleichtert-produktnachtraege-fuer-basisprospekte-fuer-esma-leitlinie. Von ESMA und BaFin darüber hinaus kein neuer Rechtsakt und keine neue Leitlinie mit Bezug zu den Themen dieses Reports in der Berichtswoche gefunden.
Vorwochen-Report als Abgrenzungsgrundlage: weekly_investment_report_2026-09-21.pdf im zentralen Reports-Ordner, vollständig gelesen (Volltextextraktion, keine HTML-Fassung verfügbar). Bereits dort behandelt und hier nur fortgeschrieben oder als Rahmen genutzt: SEC-Ausnahme für Tokenized Securities Venues und Begleitverfügung, RREEF-Liquidation, Goldberg-/IPA-Alts-Leaders-Umfrage, EZB-Projekt Pontes, SEC-Vorschlag zur Aufhebung von Rule 14a-8, Baldwin-Group-Übernahme durch Dell Family Office, ELTIF-Zahlen von Scope (49 Neuauflagen bis Ende Juli), rwa.xyz-Stand vom 21.9.2026 als Vergleichsbasis.